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Aktuelles

Antrittsbesuch bei Bürgermeister Georg Willi

© IKM/D. Hofer

Heute stattete unser neuer Vorsitzender der Sektion ArchitektInnen, Herr Architekt DI Christian Höller Herrn Bürgermeister Georg Willi gemeinsam mit Herrn Präsident Architekt DI Hanno Vogl-Fernheim einen Antrittsbesuch ab.


Wanderausstellung der Ziviltechnikerinnen

Eröffnung in Istanbul
06.03.2019 - 27.03.2019, Montag-Freitag, 09:00 - 15:30
im Österreichisches Kulturforum in Istanbul

Die Ausstellung zeigt Arbeiten von österreichischen Architektinnen und Ziviltechnikerinnen zum Thema „Planen und Bauen in historischer Umgebung“. In diesen Plakaten wird die Vielfalt des Aufgabengebietes der Ziviltechnikerinnen deutlich sichtbar, die Palette reicht von der Erhaltung einfacher Bauten bis zur Revitalisierung bedeutender Kulturdenkmäler, von technisch ausgeklügelten Sanierungsmaßnahmen bis zur Inszenierung und Implementierung moderner Formen.

Die Projekte der Ziviltechnikerinnen unserer Länderkammer finden Sie hier.

Weitere Bilder finden Sie unterhalb.


Antrittsbesuch bei LR Zoller-Frischauf

Kürzlich stattete unser neuer Vorsitzender der Sektion ArchitektInnen, Herr Architekt DI Christian Höller gemeinsam mit Herrn Präsident Architekt DI Hanno Vogl-Fernheim einen Antrittsbesuch ab. Dabei wurde unter anderem auch über Pläne eines digitalen Projektes im Bereich Baueinreichungen informiert.

 


Allgemeines Rundschreiben Nr. 2, Februar 2019

 

Sehr geehrte Frau Kollegin,
sehr geehrter Herr Kollege!

Wirtschaftsförderungen Land Tirol
Seit über 7 Jahren sind einige Wirtschaftsförderungen auch für uns ZiviltechnikerInnen zugänglich. Dies betrifft u.a. die Innovationsförderung, die Kleinunternehmensförderung, die Förderung von Energiesparmaßnahmen oder die Digitalisierungsförderung. 

Allein im Jahr 2018 wurden knapp € 700.000,- an Fördersummen ausgeschüttet. Nutzen Sie die Möglichkeit einer finanziellen Unterstützung! Sämtliche Informationen zu den Wirtschaftsförderungen und Kontaktdaten finden Sie hier.

 

BFI-Baurechtstag am 07. März 2019 - Aktuelle Themen
Beim bereits 9. Baurechtstag erwarten Sie spannende Kurzvorträge zu aktuellen Themen:

  • "Aktuelle Entwicklungen in Bau- und Raumordnung" - Dr. Peter Hollmann
  • "Theorie versus Praxis: Die Flachabdichtungsnorm B 3691 richtig angewandt" - Hannes Guggenberger
  • "Planerischer Wille und dessen Grenzen in der Praxis" - MMag. Astrid Hofer und DI Anne Weidner
  • "Projekt Ögg Höfe" - Georg Praxmarer, HR DI Walter Hauser und Bgm. Josef Raich
  • "tirisMaps - Interaktive Geoinformationen des Landes Tirol" - Mag. Johannes Niedertscheider
  • "OIB 2019" - DI Schnitzer-Osl und Dr. Daniel Schleich
  • "Das neue BVergG 2018" - RA Ing. Dr. Stefan Schwärzler

Detaillierte InformationenAnmeldung.

Um Ihre Fort- und Weiterbildung zu unterstützen, erstatten wir Ihnen 50% der Kosten. Übermitteln Sie uns dazu bitte die Teilnahmebestätigung des BFI Tirol und die Einzahlungsbestätigung.

 

zt.wissen im März und April 2019
06.03.2019 (Dornbirn) Monolithische Bauweise/Dämmbeton
12.03.2019 (Innsbruck) / 03.04.2019 (Feldkirch) Stundenkalkulation - Was kostet eine ZT-Stunde
02.04.2019 (Innsbruck) Carbonfaser/Textilbeton/Lichtbeton 

Neben dem Baurechtstag möchte ich noch auf die kommenden zt.wissen hinweisen.

Am 06.03.2019 findet in Vorarlberg, an der Fachhochschule Dornbirn, CAMPUS V, Hochschulstraße 1, Seminarraum U 304 das zt.wissen. Monolithische Bauweise/Dämmbeton statt. 

Am Nachmittag des 12.03.2019 wird in Innsbruck das zt.wissen zum Thema Stundenkalkulation – Was kostet eine ZT-Stunde mit Herrn Dipl.-Ing. Andreas Brandner, Zivilingenieur für Bauwesen, angeboten.

In Vorarlberg wird das zt.wissen Stundenkalkulation - Was kostet eine ZT-Stunde am 03.04.2019 in Feldkirch, Villa Müller, Weinberggasse 10, stattfinden.

Anfang April, 02.04.2019, wird das zt.wissen in Innsbruck zum Thema Carbonfaser/Textilbeton/Lichtbeton angeboten.

Anmeldungen bitte unter arch.ing.office[at]kammerwest[dot]at.

Ich darf Sie herzlich einladen, das vielfältige Angebot zur laufenden Fort- und Weiterbildung zu nutzen und freue ich mich über eine zahlreiche Teilnahme von Kolleginnen und Kollegen. 

 

Mit kollegialen Grüßen
Architekt Dipl.-Ing. Hanno Vogl-Fernheim
Präsident

 

ALLGEMEINE INFORMATIONEN 

Bekanntgabe vergebener Aufträge ab März 2019
In Verbindung mit der Novelle zum neuen Bundesvergabegesetz 2018 (BVergG 2018) haben wir Sie bereits darüber informiert, dass das BVergG ab 1. März 2019 für öffentliche AuftraggeberInnen eine Verpflichtung zur Bekanntmachung und Bekanntgabe im Oberschwellen- sowie Unterschwellenbereich durchgeführter Vergaben vorsieht (§ 59 BVergG 2018). Dabei sind die Kerndaten von Vergabeverfahren gemäß dem Anhang VIII BVergG 2018 auf dem Portal des Open Government Data www.data.gv.at bereitzustellen. Siehe dazu auch die kürzlich kundgemachte Kerndaten-Verordnung, BGBl II 57/2019.

Weiters ändern sich mit März 2019 auch die Fristen für die Verpflichtung zur Veröffentlichung über vergebene Aufträge: längstens 30 Tage nach Zuschlagserteilung (§§ 61 Abs 1, 63 Abs 1 und 66 Abs 1 BVergG 2018).

Sollten Sie die Metadaten direkt über www.data.gv.at veröffentlichen, finden Sie eine Anleitung dazu hier. Weiters finden Sie auch einen Überblick zur Veröffentlichung von Metadaten und Kerndaten gemäß BVergG 2018.

Ausschreibungsplattformen wie z.B. ANKÖ oder Lieferanzeiger haben zur Veröffentlichung der Daten lt. Anhang VIII BVergG 2018 eine Schnittstelle eingerichtet, die für eine direkte Übermittlung sorgt. Die Kerndaten können über die jeweilige Ausschreibungsplattform eingegeben werden und werden direkt an das Portal Open Government Data weitergeleitet. 

 

Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit 2019
Bereits zum sechsten Mal schreibt das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) im Rahmen seiner Klimaschutzinitiative klimaaktiv den Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit aus. Einreichfähig sind alle Gebäudetypen und alle Nutzungsarten. Bewertet werden architektonische Qualität und Performance im Sinne der Nachhaltigkeit.

Zusätzlich zu Staatspreisen in den Kategorien Sanierung und Neubau kann die Jury einen Sonderpreis ENSEMBLE / urbane Raumbildung und Vernetzung vergeben.

Einreichungen sind bis 24.04.2019 möglich. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

RECHT

Rückabwicklung des gesamten Vertrages bei Mangel an Teilleistung?
In einer Entscheidung des OGH vom 23.10.2018, 4 Ob 187/18f hatte dieser zu entscheiden, ob wegen des Mangels an einer Teilleistung der gesamte Vertrag zu rückabwickeln war.

Im ggst. Fall beauftragte der Kläger die Beklagte u.a. mit der Lieferung und Montage von Fenstern für eine vom Kläger errichtete Wohnhausanlage. Einige dieser Fenster waren mangelhaft. Der Kläger begehrte daraufhin die Rückabwicklung (Wandlung) des gesamten Vertrages.

Der OGH kam in der oben angeführten Entscheidung diesbezüglich zusammenfassend zum Schluss, dass Mängel, die nur einzelne der bestellten Sachen (Fenster für eine Wohnanlage) betreffen nicht die Rückabwicklung des gesamten Vertrages sondern lediglich eine Teilrückabwicklung rechtfertigen, da die Bestellung der Fenster eine von mehreren klar abgrenzbaren Leistungen (teilbare Leistung) darstellt.

Praxistipp: Achten Sie darauf, dass die Frage, ob eine Leistung teilbar oder unteilbar ist, maßgeblich vom Parteiwillen abhängt. Im ggst. Fall hielt der OGH die Rechtsansicht des Berufungsgerichtes, wonach eine bei einem Bauvorhaben in mehrere Gewerke und Positionen gegliederte Leistung eine nach dem objektiven Willen der Parteien teilbare Leistung darstellt, für vertretbar.

 

Verjährungsfrist und Erkundungsobliegenheit

OGH vom 26.09.2018, 7 Ob 26/18a:
Hat der Geschädigte als Laie keinen Einblick in die für das Verschulden maßgeblichen Umstände, so beginnt die 3-jährige Verjährungsfrist grundsätzlich nicht zu laufen.

Nach der Judikatur des OGH darf sich der Geschädigte allerdings nicht einfach passiv verhalten. Ausnahmsweise kann daher, sofern eine Verbesserung des Wissensstandes nur so möglich und dem Geschädigten das Kostenrisiko zumutbar ist, auch die Einholung eines SV-Gutachtens als Erkundigungsobliegenheit des Geschädigten angesehen werden.

Im ggst. Fall vertrat der OGH die Ansicht, dass der Geschädigte aufgrund von Rissen bei den Fensterkonstruktionen, die sich sukzessive vergrößerten, verpflichtet gewesen wäre – nach einer gewissen Überlegungsfrist – ein SV-Gutachten zu beauftragen, da die Ursache solcher Mängel die Expertise eines Fachmannes erfordert und die Einholung eines Gutachtens angesichts der Kosten einer Fassadensanierung wirtschaftlich sinnvoll bzw. dem Geschädigten zumutbar ist.

Praxistipp: Beachten Sie, dass der OGH dem Geschädigten für die Beauftragung eines Gutachtens in der Regel einen Zeitraum von 3 bis 4 Monaten ab Kenntnis des Schadens einräumt. Wird innerhalb dieses Zeitraumes kein Sachverständigengutachten beauftragt, beginnt die 3-jährige Verjährungsfrist ab diesem Zeitpunkt zu laufen.

 

GESETZE UND VERORDNUNGEN

Gesetze und Verordnungen des Bundes:

  • Standort-Entwicklungsgesetz (StEntG), BGBl I 110/2018: Das Gesetz regelt das Verfahren zur Erlangung einer Bestätigung, dass standortrelevante Vorhaben im besonderen öffentlichen Interesse des Wirtschaftsstandortes Österreich liegen, sowie daran anknüpfende verfahrensbeschleunigende Maßnahmen. Wird einem Vorhaben per Verordnung dieser Status zuerkannt, läuft die Jahresfrist für das erstinstanzliche Verfahren. Nach Ablauf der Jahresfrist ist der Antrag grundsätzlich zu genehmigen, sofern keine unzweifelhaften Hinderungsgründe vorliegen – In-Kraft-Treten mit 01.01.2019.

Gesetze und Verordnungen, Land Tirol:

  • Änderung des Tiroler Seilbahn- und Schigebietsprogrammes 2005, LGBl 145/2018

Gesetze und Verordnungen, Land Vorarlberg:

  • Änderung des Raumplanungsgesetz, LGBl 4/2019: Die Änderungen treten mit 01.03.2019 in Kraft, Neuerungen betreffen:
  • Ergänzung der Raumplanungsziele (§ 2),
  • Reform des Raumplanungsbeirates (§ 4),
  • Raumplanungsbericht alle fünf Jahre (§ 5 Abs 5),
  • Modernisierung der Verfahren/Digitales Verfahren bei der Erlassung von Landesraumplänen, Entwicklungsplänen, etc. (§§ 6, 11, 21, 29 und 31-34),
  • Räumlicher Entwicklungsplan für jede Gemeinde bis spätestens Ende 2022 (§ 11),
  • Befristete Widmungen (§ 12 Abs 4 + 5),
  • Ausweisung von Verdichtungszonen (§ 14 Abs 9),
  • Änderungen bei EKZ und Handelsbetrieben (§§ 15 und 15a),
  • Bauerwartungsflächen (§ 17 Abs 1),
  • Vorbehaltsflächen für den gemeinnützigen Wohnbau (§ 20 Abs 2),
  • Maß der baulichen Nutzung durch die LReg, wenn das von der Gemeinde festgelegte Maß nicht den Raumplanungszielen entspricht (§ 31 Abs 4) und
  • Privatwirtschaftliche Maßnahmen/Vereinbarungen – neuer Typus bzgl. Vereinbarungen mit den GrundeigentümerInnen über Infrastrukturmaßnahmen im Zusammenhang mit der Erschließung und Verwendung von Bauflächen (§ 38a).
  • Änderung des Grundverkehrsgesetz, LGBl 5/2019: Änderungen im landwirtschaftlichen Grundverkehr sowie Regelungen zum Baugrund-stücksverkehr. Die Änderungen treten mit 01.03.2019 in Kraft. U.a. Erklärungspflicht nach § 6a Abs 1, 2 lit f und Abs 3, das unbebaute Grundstück binnen einer Frist von zehn Jahren zu bebauen; Ausnahme von der Erklärungspflicht (§ 6a Abs. 2 lit. a und b sowie c bis e).
  • Änderung der VO über Pläne, die von der Umwelterheblichkeitsprüfung oder der Umweltprüfung ausgenommen sind, LGBl 11/2019: Die Änderungen erfolgen in Verbindung mit der Novelle zum Raumplanungsgesetz und treten mit 01.03.2019 in Kraft.

 

VERANSTALTUNGEN

BFI Baurechtstag am 07.03.2019 in Innsbruck
Beim diesjährig neunten Baurechtstag, wiederum in Kooperation mit der ZT-Kammer, werden Kurzvorträge zu aktuellen Themen geboten. 

Detaillierte InformationenAnmeldung zum 9. Baurechtstag.

 

com:bau, 08.-10.03.2019 in Dornbirn
Die com:bau ist eine Messe, die sich ganz exklusiv dem Thema Bauen und Sanieren widmet - von der Planungsphase bis zur Umsetzung eines Neubau- bzw. Sanierungsprojektes. Sie bietet allen BesucherInnen ein umfassendes Angebot und begleitet Bauinteressierte mit einem vielfältigen Rahmenprogramm zu aktuellen Themen, neuen Trends und lädt zum Dialog mit ExpertInnen aus acht Ausstellungsbereichen ein.

Der Eintritt für ArchitektInnen und IngenieurkonsulentInnen für Bauingenieurwesen in Tirol und Vorarlberg ist frei! Sollten Sie eine Freikarte benötigen, richten Sie bitte ein E-Mail an combau[at]messedornbirn[dot]at. Eine Freikarte auf Ihren Namen wird für Sie hinterlegt.

 

Workshop: Raumplanung auf den Boden bringen, 21.03.2019 in Innsbruck
Boden ist neben Luft und Wasser unsere wichtigste Lebensgrundlage. Beim Workshop wird anhand von Vorträgen und anschließender Gruppenarbeit der Frage nachgegangen, wie Bodenfunktionskarten die örtliche Raumplanung bereichern können.

Das detaillierte Programm finden Sie hier. Anmeldungen unter boden.tirol[at]klimabuendnis[dot]at, Fr. DI Maria Legner, bis spätestens 07. März 2019 (begrenzte TeilnehmerInnenzahl).

Zeit:        21.03.2019, 13:30 – 17:00 Uhr

Ort:         Landhaus 2, Konferenzraum im Erdgeschoß, Heiliggeiststraße 7-9, 6020 Innsbruck

 

Brückentagung, 14./15.05.2019 in Wien
Bereits zum siebten Mal laden die Brückenbauabteilungen der Länder, BMVIT, die ASFINAG und die ÖBB zum nationalen als auch länderübergreifenden Erfahrungsaustausch am 14/15.05.2019 in Wien ein.

Die drei Themenblöcke: Forschung & Entwicklung, Erhaltung und Neubau. Um abseits der Vorträge mit anderen TeilnehmerInnen kritische Diskussionen und kollegiale Gespräche führen zu können, gibt es am ersten Abend ein gemeinsames Abendessen im Hotel und am zweiten Tag einen Heurigenbesuch in Grinzing.

Detaillierte Information und Anmeldemöglichkeit finden Sie unter www.brueckentagung.at. Die TeilnehmerInnenanzahl ist beschränkt, die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Einlangens berücksichtigt.

Zeit:       14.05.2019, 13:30 Uhr - 18:00 Uhr (gemeinsames Abendessen)
              15.05.2019, 09:00 Uhr – 18:00 Uhr (Heuriger)

Ort:        Suite’Hotel am Kahlenberg, Am Kahlenberg 2-3, 1190 Wien


Angelobung durch Landeshauptmann Günther Platter

Am Dienstag, 2. Oktober, nahm Landeshauptmann Günther Platter die Angelobung von Architekt Hanno Vogl-Fernheim zum Präsidenten der Kammer der ZiviltechnikerInnen für Tirol und Vorarlberg vor. Der feierliche Anlass bot Gelegenheit, sich über wichtige Themen in den Bereichen Städtebau, Architektur, Landesgestaltungsbeirat und Stiftungsprofessur für Baukultur auszutauschen. 

Präsident Hanno Vogl-Fernheim zog eine positive Bilanz in Bezug auf den Gestaltungsbeirat des Landes Tirol: „Das seit 2013 tätige Fachgremium hat sich sehr bewährt. Die Gemeinden nehmen seine Beratung gern in Anspruch und der Landesgestaltungsbeirat übt einen sichtbar positiven Einfluss auf die Baukultur in Tirol aus.” Nun gelte es, einen weiteren Schritt zu setzen: „Es wäre sinnvoll, die Expertise des Landesgestaltungsbeirats bei Bauprojekten der öffentlichen Hand verpflichtend einzuführen.“

Der Landesgestaltungsbeirat liefere den Verantwortlichen in den Gemeinden gute Argumente und gebe ihnen unabhängige und fundierte Entscheidungshilfen. „Die Qualität in der architektonischen Umsetzung von Projekten wird gewährleistet“, unterstreicht der Präsident der Kammer der ZiviltechnikerInnen für Tirol und Vorarlberg. Er wird in diesem Zusammenhang die Gespräche mit Landesrat Johannes Tratter und dem Leiter der Abteilung Dorferneuerung Nikolaus Juen, intensivieren und die Möglichkeiten ausloten.

Vogl-Fernheim erneuerte den Wunsch der Architekten, eine Stiftungsprofessur für Baukultur an der Fakultät für Architektur der Universität Innsbruck einzurichten. Sie wäre eine geeignete Maßnahme, das Thema Baukultur auf universitärer Ebene adäquat anzugehen. Er verwies im Gespräch mit Landeshauptmann Platter auf die guten Erfahrungen mit dem Stiftungslehrstuhl für Holzbau.

„Dieser hat bestätigt, wie stark ein solcher Schwerpunkt Inhalte forcieren und festigen kann und damit Bewusstsein schaffen für die zentrale Bedeutung von Baukultur als Lebenskultur“, so Hanno Vogl-Fernheim.

Gerade im touristisch geprägten Tirol mit seinen knappen Bodenressourcen und hohen – in vielen Teilen äußerst sensiblen – topografischen Anforderungen sei das Thema Baukultur ein die Zukunft entscheidendes Thema und daher zentral in der universitären Ausbildung. Ein diesbezüglich enger Austausch mit der Fakultät für Architektur steht auf der Agenda des Präsidenten der Kammer der ZiviltechnikerInnen für Tirol und Vorarlberg.

Das Thema leistbares Wohnen, das die politisch Verantwortlichen in Tirol stark fordert, wird auch seitens der ZiviltechnikerInnen intensiv diskutiert. Der Präsident Hanno Vogl-Fernheim regt an, im sozialen Wohnbau alternative Modelle zur klassischen Wohnbauförderung in die Überlegungen einzubeziehen. „Leistbares Wohnen ist ein Thema, das alle Entscheidungsträger in diesem Land massiv beschäftigt. Die hoch qualifizierten Mitglieder der Kammer der ZiviltechnikerInnen bringen ihr Know-how ein, um tragfähige Lösungen zu entwickeln.“


Baukulturelle Leitlinien des Bundes

Um künftig eine aktivere Rolle bei der Entwicklung der heimischen Baukultur spielen zu können, wurden vom Ministerrat im August 2017 die Baukulturellen Leitlinien beschlossen. 

Diese gliedern sich in folgende Bereiche:

  • Orts-, Stadt- und Landschaftsentwicklung
  • Bauen, Erneuern und Betreiben
  • Prozesse und Verfahren
  • Bewusstseinsbildung und Beteiligung
  • Wissenschaft und Kompetenzverteilung und
  • Lenkung, Kooperationen und Koordinationen.

Ergänzt wird das Konzept durch ein Impulsprogramm, welches konkrete Maßnahmen zur Umsetzung der Leitlinien beschreibt.

Die Leitlinien inkl. Impulsprogramm finden Sie hier


Adresse
Rennweg 1, Hofburg, 6020 Innsbruck
Telefon
+43 (0)512 588 335
Fax
+43 (0)512 588 335 - 6
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arch.ing.office@kammerwest.at